Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.
-- Arthur Schopenhauer

Tierversuche

In Tierversuchen werden die Tiere, empfindungsfähige Lebewesen wie wir Menschen, als Versuchsobjekt betrachtet und dementsprechend behandelt. Sie werden für qualvolle Experimente missbraucht und anschließend getötet - entsorgt, wie ein ausgedientes Messinstrument. Die Forscher infizieren Tiere absichtlich mit Krankheiten, Augen werden verätzt, Elektroden werden in die Gehirne implantiert, sie werden giftigen chemischen Substanzen ausgesetzt, werden viviseziert, und ihnen werden psychische Leiden wie Futter- und Wasserentzug, Drogensucht, Mutterentzug zugefügt - um nur einen Teil der abscheulichen Taten hinter verschlossenen Labortüren zu nennen.

Medikamente

Aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland muss jedes neue Medikament zunächst an Tieren getestet werden, bevor es am Menschen verwendet werden darf - mit fragwürdigen Konsequenzen. In der Vergangenheit wurden bereits viele Medikamente anhand von Tierversuchen als "sicher" eingestuft, mussten jedoch wieder vom Markt genommen werden, weil sie beim Menschen schwere oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen. So gibt es aufgrund von Medikamentennebenwirkungen jährlich 210.000 Klinikeinweisungen, bis zu 58.000 davon verlaufen tödlich [1]. Tierversuche bieten für uns Menschen daher keine Sicherheit.

Die Pharmaindustrie nutzt Tierversuche als "Alibifunktion" - treten z.B. schädliche Wirkungen beim Menschen auf, beruft sie sich auf die zuvor durchgeführten Versuche am Tier, in denen die Nebenwirkungen nicht aufgetreten waren. So sterben allein in Deutschland fast 3 Millionen "Versuchstiere" jährlich [2].

Kosmetik & Chemikalien

Tierversuche für Kosmetika sind in Deutschland gesetzlich verboten - jedoch gilt dies nur für Rohstoffe, die ausschließlich in der Kosmetikindustrie eingesetzt werden, was nur auf wenige Rohstoffe zutrifft [3]. Daher leiden noch immer unzählige Tiere für Kosmetikprodukte - obwohl es bereits unzählige altbewährte Rohstoffe gibt.

Dass Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit für den Menschen geprüft werden müssen, ist verständlich. Unverständlich ist jedoch, verschiedenen Tierarten bereits offensichtlich gefährliche Wirkstoffe oral, subkutan oder intravenös zu applizieren, nur um herausfinden, welche Konzentration für diese Tierart tödlich ist [4]. Gegenwärtig (Stand 2011) hat in der chemischen Industrie besonders das REACH-Projekt zu einer Zunahme von Tierversuchen geführt. Das eigentlich positive Ziel des Projektes, die Risiken ALLER in der Industrie eingesetzten Chemikalien mit Hinblick auf das Gefahrenpotenzial für den Menschen neu und fundiert zu bewerten [5], wird teils mit unnötiger Tierquälerei verfolgt [6]. Dies ist nich nur moralisch untragbar, sondern birgt analoge Risiken wie in der pharmakologischen Forschung.

Alternativen

Die Forschung hat in den letzten Jahrzehnten viele Alternativmethoden zum Tierversuch entwickelt. Bei diesen Testmethoden müssen weder Mensch noch Tier leiden, sie liefern gute Ergebnisse und sind schneller sowie billiger.

Alternativen zu Tierversuchen sind beispielsweise:

  • In-vitro Forschung an Gewebe- und Zellkulturen [7]
  • Computersimulation
  • Mikro- oder Biochips [8]
  • Klinische Studien

Trotz dieser Vorteile werden diese alternativen Testmethoden noch viel zu selten eingesetzt. Dies liegt u.a. daran, dass die Industrie vom Status Quo profitiert. Dass aus industrienaher Forschung keine Innovation, ist daher verständlich.


Was du tun kannst:

  • Kaufe keine Produkte, die an Tieren getestet werden. Eine Liste tierversuchsfreier Produkte findest du hier: www.peta.de/web/kosmetik.1724.html.
  • Wende dich an die Politik, damit diese tierversuchfreie Forschungsmethoden unterstützt.
  • Kläre auch Deine Freunde, Bekannte, Verwandte etc. über die Grausamkeit & Gefährlichkeit von Tierversuchen auf.